Fliegen lernen in Hellingst.

Fliegen lernen in Hellingst.

Wir bilden wie alle Vereine in Deutschland nach den Vorgaben des Deutschen Aeroclubs aus und sind eine eigenständige ATO (Approved Training Organisation) beziehungsweise Flugschule.

Die Ausbildung zum Segelflieger ist in Deutschland in drei praktische Abschnitte plus Theorieprüfung unterteilt. In diesen Abschnitten lernst du zusammen mit unserem Fluglehrerteam alles – von den Grundlagen bis zum Streckenflug.

Am Ende des ersten Abschnitts, nach Überprüfung durch einen anderen Fluglehrer, wenn du all das sicher beherrschst, fliegst du dich frei – du fliegst also die ersten drei Platzrunden ohne Fluglehrer hinten drin. Ein Wahnsinnsgefühl, das erste mal alleine da oben!

Abschnitt A: Von der Pike auf …

Die ersten Flüge machst du natürlich mit einem Fluglehrer.

Im ersten Teil der Ausbildung beginnen wir damit, dich mit dem Geschehen auf dem Flugplatz vertraut zu machen. Das klingt erst einmal komplizierter als es ist, aber wir wollen, dass du dich bei uns wohlfühlst und sicher bist. Bei so viel teurem und schwerem Gerät um dich herum ist es wichtig, dass du weißt, wie du dich verhalten solltest. Wir zeigen dir beim ersten Vorflug-Check, auf was zu achten ist, wie so ein Flugzeug gebaut ist und beginnen mit den ersten Eingewöhnungsflügen, bei denen der Fluglehrer alles wichtige macht und du erstmal “mitfühlst”. Zudem machen wir dich mit den wichtigsten Begriffen der Fliegerei vertraut. Nach ein – zwei Starts bist auch du schon am Steuer und wir beginnen damit, dir die Grundlagen des Fliegens beizubringen. Wichtig ist dabei vor allem, dass du ein Gefühl für das Flugzeug und den Raum um dich herum bekommst. Wie beginnen mit dem Geradeaus- und Kurvenflug, üben den Start samt Startabbrüchen und das Verhalten im überzogenen Flugzustand (Strömungsabriss). Die Cure eines jeden Flugs ist natürlich die sichere Landung.

Am Ende des ersten Ausbildungsabschnitts fliegst du dich frei! Das bedeutet, dass du deine ersten drei Alleinflüge absolvieren wirst. Auf deinem vertrauten Flugzeugmuster fliegst du die ersten drei Platzrunden ganz ohne Fluglehrer! Was für ein tolles Gefühl.

Abschnitt B: Gelerntes vertiefen.

Nach deiner A-Prüfung darfst du unter anderem die einsitzige ASK 18 fliegen.

Im zweiten Abschnitt vertiefst du das bereits Gelernte, sowohl alleine, als auch mit Fluglehrer. Du darfst nun nämlich in Flugplatznähe und unter Aufsicht des Fluglehrers, der sich auf dem Flugplatz befinden und per Funk erreichbar sein muss, alleine fliegen.

Diesen Abschnitt beendest du mit drei einwandfreien Platzrunden inklusive Seitengleitflug.

Nun beginnen wir auch damit, dir das Thermikfliegen beizubringen, auch zusammen mit anderen Flugzeugen in einem “Bart”.

Zudem lernst du das Flugzeug im Schnellflug und bei größerer Querneigung, also in engeren Kurven, kennen und wir wiederholen Notverfahren und Startabbrüche. Beendet wird dieser Abschnitt ebenso mit drei Platzrunden im Alleinflug, bei denen du uns zeigst, dass du alles beherrschst und das Flugzeug in einem bestimmten Feld ziellanden kannst.

Abschnitt C: Endlich Kunststoff!

Dein erstes Kunststoff-Flugzeug wird der Astir sein.

Nun geht’s ans Eingemachte. Spätestens im dritten Ausbildungsteil lernst du ein besonderes Landeverfahren – den Seitengleitflug – und erfliegst zum ersten Mal Kompasskurse. Du beginnst zudem mit den Grundlagen der klassischen terrestrischen Navigation. Viel spannender als obsolete Kompasskurse sind aber die Umschulungen auf neue Flugzeugmuster aus Kunststoff. Du darfst nun endlich deine ersten Flugerfahrungen auf dem Astir CS oder dem Discus sammeln. Zudem beweist du bei einem Alleinflug, der mindestens dreißig Minuten dauert, dass du die Grundlagen des Thermikfliegens beherrscht.

Auf geht’s überland!

Im letzten Abschnitt deiner Ausbildung folgen mindestens drei Starts- und Landungen auf fremden Plätzen. Vielleicht hast du diese auch schon hinter dich gebracht, zum Beispiel bei einem Flug zum Feierabendfliegen nach Hüttenbusch, unserem Nachbarflugplatz. Zudem macht ihr eine Außenlandeübung, bei der ihr entweder wirklich auf einem Acker landet, oder mit einem Motorsegler kurz vor der Landung durchstartet. Der MoSe hat den Vorteil, dass ihr in verschiedenen Geländesituationen mehrfach Anflüge üben könnt.

Nun hast du es fast geschafft! Du kannst ein Flugzeug sicher fliegen, doch weite Strecken ohne Motor zurückzulegen, das ist die Kunst. In einer navigatorischen und einer meteorologischen Überlandflugeinweisung zeigen wir dir die wichtigsten Grundlagen zum sicheren und erfolgreichen Überlandflug. Die navigatorische Einweisung erfolgt meist auf einem Motorsegler, den wir uns von befreundeten Vereinen leihen, um die Konzentration voll auf Karte und Kompass zu lenken, die meteorologische logischerweise im Segelflugzeug. Zusammen mit einem Fluglehrer schreibt ihr euch eine Strecke aus, meistens ein Dreieck von etwa 150 Kilometern Länge, die ihr dann gemeinsam Fliegt. Du steuerst, der Lehrer gibt dir Tipps und erklärt dir mögliche Entscheidungen.