Ein Tag in Hellingst

Ein Tag in Hellingst

Morgens um neun klingelt der Wecker. Nach dem Duschen und einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück beginnt jeder Flugtag pünktlich um 10 Uhr mit dem morgendlichen „Briefing“. Es werden die allgemeinen Flugbedingungen, also Wetter, Windrichtung und benötigte Flugzeuge, sowie eventuelle Pläne für Überlandflüge oder sonstige Besonderheiten besprochen. 

Nun gehts für alle los! Jeder geht seinen Aufgaben nach. Ob nun Flugzeuge aus dem Hangar räumen, die Winde für den Flugbetrieb vorbereiten oder den Startwagen rausfahren… jeder macht alles. 

Morgens nach dem Briefing werden die Flugzeuge aus der Halle geholt und zum Start gebracht.

Wenn dann alles aufgebaut ist, also der Startwagen am Start steht, die Straße gesperrt, die Flugzeuge überprüft und auch die Winde an Ort und Stelle warmgelaufen steht, kann der Flugbetrieb beginnen.

Alleine kommt niemand in die Luft. 

Segelfliegen ist ein Teamsport! Dementsprechend müssen vor allem am Boden während des Flugbetriebs viele Aufgaben erledigt werden, um allen Kameraden das Fliegen zu ermöglichen.

Beim Fertigmachen zum Start ist Teamarbeit gefragt.

So muss dem fliegenden Piloten am Start eingeklinkt werden, einer muss mit dem Windenfahrer telefonieren und Kommandos geben, einer läuft an der Tragfläche mit und hält diese gerade.

Fluglehrer Herbert am Flächenende der ASK18. Der erhobene Arm bedeutet „Flugzeug abflugbereit. Seil anziehen!“

Gelandete Flugzeuge müssen entweder zurückgeschoben oder mittels Auto zurück zum Start gezogen werden. Jemand muss mittels Auto die Seile nach jedem zweiten Start zurück zum Start ziehen. 

Bei langen Landungen oder wenig Personal ziehen wir die Flieger mit dem Auto zurück.

Solange gutes Wetter herrscht, starten im Verlauf des Tages immer mehr Piloten, die eine möglichst lange Strecke fliegen wollen, und somit auch mal acht Stunden hinterm Horizont verschwinden und am Abend nach 500 geflogenen Kilometern überglücklich heimkehren – oder auch nicht. Manchmal endet ein Flug auch unvorhergesehen auf einem Acker. Dann müssen die Rückholer mit dem Anhänger losfahren und den Kameraden vom Acker holen … Rückholungen von vier Stunden Autofahrt in eine Richtung kommen durchaus mal vor, aber eines ist sicher: es passiert IMMER etwas Lustiges. Mehr dazu erfährst du hier. 

Mit vereinten Kräften (Hier der ganzen Familie des Landwirts) wird das Flugzeug vom Acker geholt … zur Not in Einzelteilen.

Ab Mittag geht‘s gemütlich zu.

Nachdem die Überland-Cracks in morgendlicher Hektik zu neuen Flieger-Abenteuern aufgebrochen sind, beruhigt sich der Betrieb am Flugplatz ein wenig. Nun sind nur noch die Flugschüler oder weniger ambitionierte Pilote ändern in Platznähe unterwegs. Es ist am Nachmittag also Zeit für eine Kaffee- und Kuchenpause. 

Auch Cedi sagt zu Kuchen nicht nein.

Nach dem wohlverdienten Stück Kuchen geht es bald schon weiter. Neben weiteren Schulungs- oder Platzflügem, kommen nun die Piloten von ihren Überlandflügen zurück. 

Herrlicher Ausblick bei Sonnenuntergang.

Der Tag neigt sich langsam dem Ende und es folgen die letzten Starts vor dem Einräumen bei herrlicher Abendsonne.

Ein letzter Flug in der Abendsonne über Hellingst.

Wenn auch die letzten Piloten gelandet sind, werden alle Flugzeuge geputzt und in den Hangar zurückgestellt. Auch die Winde und der Startwagen werden wieder eingeräumt. Der Flugbetrieb endet nun mit dem „Debriefing“, bei dem die Ereignisse des Tages besprochen werden. 

Am Ende des Flugtags werden die Flieger wieder in die Halle gebracht.

Nach dem Flugbetrieb grillen wir meistens und sitzen zusammen am Lagerfeuer. Am Abend fällt man dann erschöpft, aber glücklich, ins Bett und freut sich schon auf den nächsten Tag … 

Fini hat nicht nur das Flugzeug im Griff, sondern auch den Grill.